Mobile Betreuung

Adresse:

Bennigsenstraße 3

28205 Bremen

Tel.: 0421– 529497
Fax: 0421– 529694
www.mobbremen.de

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Mobile Betreuung soll von den Jugendlichen als Alternative zur »stationären« Heim- oder Jugendwohngemeinschaftsunterbringung frei gewählt werden können. Sie wendet sich insbesondere an subkulturell gebundene Jugendliche, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße oder bei anderen Jugendlichen haben, die unregelmäßige Schulkarrieren aufweisen oder bei denen der Einstieg ins Berufs- oder Arbeitsleben besonders schwer fällt.

Aufnahmebedingungen
- Jugendliche ab 16 Jahren (in Einzelfällen ab 15)
- Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist Grundvoraussetzung.
- Selbständigkeit ist kein Aufnahmekriterium.

Rechtsgrundlage
§§ 27 in Verbindung mit 34, 35, 41 sowie
als Grundlage der Hilfeplan nach § 36 KJHG

Betreuungsdauer
Sie ist nicht von vornherein festgelegt
(Durchschnitt 2 bis 3 Jahre).

Betreuungsrahmen
Die Betreuung erfolgt jeweils für 3 Jugendliche durch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter des jeweiligen MoB-Teams. Insgesamt können 24 Jugendliche betreut werden.
Die Jugendlichen leben zuerst in von den Trägern angemieteten Wohnungen. Nach Beendigung der Maßnahme können die jungen Menschen in der Wohnung bleiben und die Mietverträge übernehmen.

Kosten
Die Kostenberechnung erfolgt über einen täglichen Pflegesatz, der auch die Aufwendungen für die
HLU, die Miete, die Kosten der Erstausstattung und Betreuungsgeld enthält.

Betreuungszeit
Die Erreichbarkeit eines Teammitgliedes ist »rund
um die Uhr« sichergestellt. Die Intensität der Betreuung orientiert sich am einzelnen Jugendlichen.

Betreuungsform
Die Betreuung erfolgt in der Regel in Einzelwohnungen. Bei der Aufnahme und in Krisensituationen steht unter Umständen eine Notwohnung zur Verfügung.

Betreuungsziele
Entwicklung von Lebensperspektiven, Stärkung einer eigenverantwortlichen Persönlichkeitsstruktur.

Qualitätssicherung der Arbeit
Einbindung des/der Mitarbeiters/in in ein festes (trägerübergreifendes) Team.
Regelmäßige Supervision und Fortbildung.

Konzeptioneller Hintergrund
Mobile Betreuung stellt im Unterschied zur Jugendwohngruppe und zur Jugendwohngemeinschaft keine Voraussetzungen an die Gruppenfähigkeiten des Jugendlichen. Sie akzeptiert die als »abweichend« charakterisierten Lebensentwürfe und schließt damit grundsätzlich keinen Jugendlichen vom Betreuungsangebot aus. Zusätzlich zu den aus den meisten ambulanten Betreuungsangeboten bekannten Möglichkeiten bietet die Mobile Betreuung unter anderem eine unmittelbare Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit der Betreuer, sie ermöglicht die Einbeziehung der Jugendlichen in Gruppenangebote und ist in der Lage, bei Bedarf kurzfristig sehr hohe Betreuungintensitäten zu bieten.

Mobile Betreuung orientiert sich an den vom Betreuer und den Jugendlichen nicht zu beeinflussenden äußeren Bedingungen: gesetzliche Vorschriften, Auflagen der Vermieter, Schulpflicht und anderes mehr. An die Stelle der »großen« Erziehungsziele tritt der Blick auf die »kleinen Schritte«. Der Jugendliche soll bei seinem Versuch, für sich einen Weg zu finden, unterstützt werden. Bezugspunkt der Mobilen Betreuung ist der Jugendliche und sein soziales Netzwerk. Die bewusste Hinwendung zur real vorhandenen Lebenswelt der Jugendlichen tritt an die Stelle der Gruppenzusammenhänge im Heim.

Die Orientierung am einzelnen Jugendlichen und an seiner Bezugsgruppe bringt die Mobile Betreuung in die Nähe der Konzepte von aufsuchender Sozialarbeit. Die Betreuer sind darauf angewiesen, eine persönliche Beziehung zum Jugendlichen zu finden. Dies setzt Parteilichkeit, Echtheit im Verhalten und eine akzeptierende Grundhaltung, eine innere »Suchhaltung« (Arend u.a.) voraus, die die Bereitschaft zur Selbstreflexion im Team mit einschließt.

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